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Die Brunft des Damwilds – Ein Naturschauspiel im Herbst

Jedes Jahr im Herbst ereignet sich im Revier ein ganz besonderes Schauspiel: die Brunft des Damwilds. Für Jäger, Naturbeobachter und Liebhaber der Wildtierwelt ist diese Zeit eine der spannendsten des Jahres. Im folgenden Beitrag erfährst du alles über den Zeitraum, die Besonderheiten, das Brunftverhalten und die jagdlichen Fachbegriffe rund um die Damwildbrunft.

Damwildbrunft

Online Redaktion

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Kira Janin Baumann
Jagd-Expertin
 

Inhaltsverzeichnis

Die Brunftzeit des Damwilds fällt in Mitteleuropa in den Oktober. Meist beginnt das Geschehen Anfang des Monats, erreicht um die Mitte Oktober seinen Höhepunkt und klingt Ende des Monats wieder ab. Je nach Witterung und Wilddichte kann sich der Beginn etwas verschieben. Im Unterschied zum Rothirsch, der während der Brunft oft weite Strecken zieht, hält sich der Damhirsch in festgelegten Brunftgebieten auf – den sogenannten Brunftplätzen. Dort warten die Hirsche auf die brunftigen Tiere (Damtier), die sich ihnen anschließen.

Rivalenkämpfe und Rufe

Eine Besonderheit ist die Sozialstruktur des Damwilds: Während die Kälber und Tiere in Kahlwildrudeln leben, schließen sich die Hirsche außerhalb der Brunft meist in eigenen Trupps zusammen. Erst zur Brunftzeit trennen sie sich, um ihre Reviere zu behaupten. Das auffälligste Merkmal der Damwildbrunft sind die typischen Brunftlaute. Der Damhirsch „grunzt“ oder „röhrt“ nicht wie der Rothirsch, sondern stößt ein tiefes, heiseres Rufen aus, das an ein kehliges „Rülpsen“ erinnert. Diese Laute hört man in den frühen Morgen- und Abendstunden besonders intensiv.

Um ihre Position zu behaupten, schlagen die Hirsche mit dem Geweih auf den Boden oder tragen Rivalenkämpfe aus, bei denen es ordentlich krachen kann. Der Sieger bleibt am Brunftplatz und verteidigt sein Rudel gegen Konkurrenten.

Damwildbrunft in Jägersprache

In der Jägersprache gibt es viele Begriffe, die die Damwildbrunft beschreiben:

  • Platzhirsch – der stärkste Hirsch, der einen Brunftplatz besetzt und die meisten Tiere um sich schart.
  • Treiben – wenn der Hirsch den Tieren hinterherläuft, um sie auf dem Platz zu halten.
  • Fegen – das Reiben des Geweihs an Bäumen, um Bastreste zu entfernen oder Duftmarken zu setzen.
  • Schlagen – Kämpfe zwischen rivalisierenden Hirschen.

Ob als Jäger auf dem Ansitz oder als Naturfreund auf Pirschwegen – die Brunft des Damwilds ist jedes Jahr ein unvergessliches Erlebnis. Wer mit offenen Augen und Ohren unterwegs ist, kann die geheimnisvollen Rufe der Hirsche hören und das eindrucksvolle Verhalten hautnah miterleben.

Wir von Cleos Jagdwelt wünschen eine magische Damwildbrunft!

Zuletzt geändert: 20. Januar 2026

Online Redaktion

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Kira Janin Baumann
Jagd-Expertin
 
Kira Janin Baumann ist erfahrene Jägerin und Hundeführerin aus Schleswig-Holstein mit fundierter praktischer Expertise in der Jagd- und Jagdhundeausbildung. Sie führt eine 1,5-jährige Deutsch-Langhaar-Hündin, die sie als Erstlingsführerin eigenständig jagdlich ausgebildet hat und regelmäßig im Revier einsetzt. Ihre tägliche Revierpraxis und Ausbildungserfahrung bilden die fachliche Grundlage für Inhalte rund um Jagd, Jagdhunde, Haltung, Ausbildung und Absicherung.

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