false

Gesellschaftsjagd: Pflichten von Jagdleiter und Veranstalter

Jagdleiter in Signalfarbe belehrt Schützen und Treiber mit Revierkarte vor Beginn einer Drückjagd am Waldrand

Ob Drückjagd mit fünf Schützen oder große Treibjagd: Als Veranstalter einer Gesellschaftsjagd trägst du die Verantwortung für Belehrung, Signale, geprüfte Hunde, Verkehrssicherung und Hundeschutz. Dieser Ratgeber zeigt, welche Pflichten Jagdleiter und Veranstalter vor dem Anblasen klären müssen.

Qualitätsprüfung / Online Redaktion

Image von Christoph Ritter von Weber
Christoph Ritter von Weber
Jagd-Experte
 

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Personengrenze ist Landesrecht: Bayern ab mehr als 4 Personen, Schleswig-Holstein mehr als 3 zusammenwirkende Schützen.
  • Die UVV Jagd (VSG 4.4) verpflichtet den Veranstalter, einen Jagdleiter zu bestimmen; dessen Anordnungen sind bindend.
  • In Schleswig-Holstein erfordert die Gesellschaftsjagd auf Schalenwild einen Schießübungsnachweis: fünf Schüsse, höchstens ein Jahr alt.
  • Verkehrssicherungspflicht liegt beim Veranstalter: Treiben nicht Richtung Straße, Warnposten und Warnschilder einplanen.
  • Mit der Cleos Jagdwelt Bewegungsjagdversicherung für Jagdhunde sichert der Veranstalter jeden Hund für 18 € pro Jagdtag ab, Mindestprämie 80 €.

Ab wie vielen Personen gilt eine Jagd als Gesellschaftsjagd?

Erst waren es vier Schützen und ein Treiber, jetzt sind es acht Schützen, sechs Treiber und drei Hundeführer. Was als gemütliches Treiben auf dem Maischlag geplant war, wächst Woche für Woche, und irgendwann zwischen den Zusagen stellst du fest: Das hier ist längst keine kleine Runde mehr, sondern eine Gesellschaftsjagd mit allen Pflichten, die daraus für dich als Veranstalter und Jagdleiter folgen. Genau dieser Moment entscheidet, ob deine Jagd später sauber organisiert ist oder ob du im Nachhinein Erklärungsbedarf hast.

Eine bundesweite Zahl, ab der eine Jagd zur Gesellschaftsjagd wird, gibt es nicht. Das Bundesjagdgesetz definiert den Begriff nicht, entscheidend ist das jeweilige Landesjagdgesetz. Bayern macht es konkret: Gesellschaftsjagd ist dort die Jagd, an der mehr als vier Personen teilnehmen, Treibjagd die Jagd, bei der neben den Schützen mehr als vier Personen als Treiber und Abwehrer mitwirken.

MerkmalTreibjagdDrückjagd
Wildartvorwiegend Niederwildeher Schalenwild
Rolle der Treibermehr als vier Treiber und Abwehrerdrücken das Wild ruhig aus den Einständen
AblaufWild wird laut zugetriebenWild wird ruhig herausgedrückt

Wie deine Jagd eingestuft ist, entscheidet also dein Landesjagdgesetz, nicht das Gefühl am Treffpunkt. Drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Grenzen gezogen sind:

  • Bayern: Gesellschaftsjagd ab mehr als vier Teilnehmern, Treibjagd ab mehr als vier Treibern und Abwehrern (Art. 30 BayJG)
  • Schleswig-Holstein: Gesellschaftsjagd ist eine Jagd, bei der mehr als drei Jägerinnen und Jäger räumlich und zeitlich zusammenwirken, etwa durch den Einsatz von Hunden oder Treibern
  • Hessen: Gesellschaftsjagden sind Formen gemeinschaftlichen Jagens von mindestens vier Jagdscheininhabern mit aufeinander abgestimmter, räumlich zusammenhängender Jagdausübung (§ 18 Abs. 2 HessJG)

Für dich heißt das: Zähle Schützen, Treiber und Hundeführer zusammen und prüfe die Grenze in deinem Bundesland. Liegst du darüber, gelten die Pflichten aus der Unfallverhütungsvorschrift Jagd, und du trägst Verantwortung für Menschen, Hunde und Verkehrssicherung. Die Grundlagen des Ablaufs selbst, also Treiben, Postenplan und Treiberwehr, behandelt der Ratgeber zu Drück- und Treibjagden.

Welche Aufgabe hat der Jagdleiter?

Sobald deine Jagd eine Gesellschaftsjagd ist, greift die Unfallverhütungsvorschrift Jagd (VSG 4.4) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Sie verpflichtet den Unternehmer, also dich als Jagdpächter oder Jagdherrn, bei Gesellschaftsjagden einen Jagdleiter zu bestimmen, wenn du die Aufgabe nicht selbst übernimmst. Die Anordnungen des Jagdleiters sind für alle Teilnehmenden bindend, und ausdrücklich zählen Treib- und Drückjagden zu den Gesellschaftsjagden.

Weisungsrecht in der Praxis

Der Jagdleiter gibt die Anordnungen für einen gefahrlosen Ablauf, belehrt Schützen und Treiber vor Beginn und gibt die Signale bekannt. In der Praxis gehört für dich dazu: Jagdscheine und, wo das Landesrecht es verlangt, Schießleistungsnachweise prüfen, Stände zuweisen und den Schussbereich jedes Postens genau bezeichnen, Beauftragte für das Einweisen der Schützen und das Führen der Treiberwehr einsetzen und Personen die Teilnahme untersagen, die infolge mangelnder geistiger oder körperlicher Eignung besonders unfallgefährdet sind.

Die Notfallkette vor dem Anblasen klären

Ein Punkt, den viele Jagden erst vermissen, wenn es brennt: die Notfallkette. Der Landesjagdverband Baden-Württemberg empfiehlt, dass auf Gesellschaftsjagden jeder Teilnehmer weiß, wie nicht nur der Jagdleiter erreichbar ist, sondern auch, ob im Trieb Ärzte oder Veterinäre sind und wie der nächste Tierarzt alarmiert und angesteuert wird. Vorab geklärt sein muss außerdem, wie ein Hund aus schwierigem Gelände zu retten ist und wie im Funkloch Hilfe gerufen wird, wenn der Notruf dort nicht durchkommt.

  1. Erreichbarkeit des Jagdleiters allen Teilnehmern mitteilen
  2. Ärzte und Veterinäre im Trieb benennen
  3. Nächsten Tierarzt oder die nächste Tierklinik mit Notdienst festlegen und den Weg beschreiben
  4. Klären, wie ein verletzter Hund aus schwierigem Gelände geborgen wird
  5. Besprechen, wie im Funkloch Hilfe gerufen wird, wenn der Notruf dort nicht durchkommt

Zur Haftung: Überträgst du die Leitung auf einen Jagdleiter, geht die Verkehrssicherungspflicht auf ihn über, du haftest aber weiter für dessen Auswahl und Überwachung. Wie die Haftung im Detail verteilt ist und wann Veranstalter und Jagdleiter gesamtschuldnerisch haften, klärt der Abschnitt zu Treibern, Straßen und Gästen weiter unten.

Was gehört in die Sicherheitsbelehrung?

Die Belehrung ist kein Formalakt, sondern dein wichtigstes Sicherheitsinstrument. Die Unfallverhütungsvorschrift verlangt, dass der Jagdleiter die Schützen und Treiber vor Beginn der Jagd belehrt und ihnen die Signale bekanntgibt. Am besten führst du die Sicherheitsbelehrung als festen Ablauf direkt vor dem Anblasen, Punkt für Punkt:

  1. Signale bekanntgeben: Anblasen, Treiber rein, Jagd vorbei, und was bei Verletzten gilt
  2. Alle an der Jagd unmittelbar Beteiligten müssen sich deutlich farblich von der Umgebung abheben, großflächige Signalfarbe wie Warnwesten eignet sich
  3. Stände anweisen und den Schussbereich jedes Postens genau bezeichnen, die Schützen verständigen sich untereinander mit ihren Nachbarn
  4. Waffe erst auf dem Stand laden, nach Beendigung des Treibens sofort entladen
  5. Beim Besteigen von Fahrzeugen und Hochsitzen sowie vor Hindernissen bleiben die Läufe entladen
  6. Nicht in gefahrbringende Nähe anschlagen oder schießen, die Waffe nicht durch die Schützen- oder Treiberlinie ziehen
  7. Mit Büchsen- oder Flintenlaufgeschossen nicht in das Treiben hineinschießen, Ausnahmen darf nur der Jagdleiter zulassen
  8. Bei schlechten Sichtverhältnissen, etwa dichtem Nebel, einsetzender Dunkelheit oder Schneetreiben, die Jagd einstellen

Schießleistungsnachweis prüfen

In die Belehrung gehört auch der Blick auf die Nachweise. Der Bayerische Jagdverband hält fest, dass es auf Gesellschaftsjagden inzwischen üblich ist, einen aktuellen Schießleistungsnachweis vorzulegen. In Schleswig-Holstein ist der Nachweis seit 2024 Pflicht: Bei Gesellschaftsjagden auf Schalenwild sind fünf Schüsse auf den laufenden Keiler in einem mindestens auf Rehwild zugelassenen Kaliber abzugeben, alternativ im Schießkino, und der Nachweis darf zum Zeitpunkt der Jagd nicht älter als ein Jahr sein. Welche Regeln in deinem Bundesland gelten und wie du den Nachweis führst, erklärt der Ratgeber zum jagdlichen Schießnachweis.

Wer die Belehrung sauber durchzieht, dokumentiert sie kurz: Wer hat teilgenommen, welche Signale galten, welche Stände wurden zugewiesen. Nach einem Vorfall ist das deine wichtigste Grundlage, um zeigen zu können, dass du deine Pflichten als Jagdleiter erfüllt hast.

Welche Hunde braucht eine Gesellschaftsjagd?

Ohne Hund keine waidgerechte Bewegungsjagd. Wie viele Hunde du brauchst und welche Anforderungen an sie gelten, regelt aber jedes Bundesland selbst. Niedersachsen zeigt das Muster: Nach § 4 NJagdG muss bei jeder Such-, Drück- oder Treibjagd sowie bei jeder Jagd auf Federwild ein hierfür brauchbarer, geprüfter Jagdhund mitgeführt werden, und bei der Nachsuche ist ein brauchbarer, geprüfter Hund einzusetzen. Wer dagegen verstößt, handelt nach § 41 NJagdG ordnungswidrig.

Was heißt brauchbar?

Brauchbar heißt in der Praxis: Der Hund hat eine Brauchbarkeitsprüfung oder eine gleichgestellte Prüfung bestanden. Für Jungjäger kurz erklärt: In dieser Prüfung weist der Hund nach, dass er die jagdliche Arbeit beherrscht, vom Suchen und Apportieren bis zur Schweißarbeit. In Niedersachsen führen die örtlichen Jägerschaften diese Prüfungen im Namen der Landesjägerschaft durch, in der Regel zwischen dem 15. August und dem 30. November.

Auch in Bayern schreibt das Landesjagdgesetz vor, bei jeder Such-, Drück-, Riegel- und Treibjagd sowie bei jeder Jagdart auf Wasserwild brauchbare Jagdhunde in genügender Zahl zu verwenden. Als Veranstalter planst du also nicht nur Schützen und Treiber, sondern auch die Hundestaffel. Vier Punkte, die du vorher klärst:

  • Hundeeinsatz vorab einteilen: Welche Treiben laufen mit Hunden, wer führt sie, wer ist für eine Nachsuche bereit?
  • Nur geprüfte, brauchbare Hunde einsetzen, wo das Landesrecht sie verlangt, zum Beispiel in Niedersachsen bei jeder Such-, Drück- und Treibjagd
  • In Bayern brauchbare Jagdhunde in genügender Zahl einplanen
  • Hunde von Gästen vorab ansprechen: Ist der Hund geprüft, ist er gehorsam genug für dein Revier?

Ein Detail, das an Revieren mit Straßenanschluss entscheidend ist: Die Kollision eines Hundes mit einem Fahrzeug ist juristisch grundsätzlich nicht anders zu bewerten als die Kollision von Wild und Fahrzeug. Deshalb sollten gerade in Straßennähe nur brauchbare und vor allem gehorsame Hunde eingesetzt werden. Welche Rassen und Rassengruppen für welche Jagdart laufen, erklärt der Ratgeber zu Jagdhunden.

Wer haftet für Treiber, Straßen und Gäste?

Verkehrssicherungspflichtig bei einer Gesellschaftsjagd ist grundsätzlich der Veranstalter, also der Jagdausübungsberechtigte, sei es als Inhaber einer Eigenjagd oder als Revierpächter. Überträgst du die Leitung auf einen Jagdleiter, geht die Pflicht zur Verkehrssicherung auf ihn über, du haftest aber weiter für dessen ordnungsgemäße Auswahl und Überwachung. Verstößt der Jagdleiter gegen seine Verkehrssicherungspflichten und trifft dich diesbezüglich ein Verschulden, haften im Schadensfall beide gesamtschuldnerisch.

Maßnahmen an der Straße

Die besondere Gefahrenlage entsteht dadurch, dass hochgemachtes Wild oder suchende Hunde Straßen kreuzen und mit Fahrzeugen kollidieren können. Was du konkret zu tun hast, ist immer eine Frage des Einzelfalls. Bewährt hat sich diese Abfolge:

  1. Treiben so planen, dass Wild nicht in Richtung einer befahrenen Straße oder in unmittelbarer Nähe dazu getrieben wird, die Treiberwehr entsprechend instruieren, ortskundige Treiber vorne
  2. Warnposten mit Signalwesten an der Straße einsetzen, die Verkehrsteilnehmer mit Fahnen und Handzeichen warnen
  3. Warnschilder aufstellen, bei großflächigen Jagden gegebenenfalls in kurzen Abständen, und vorher die Straßenverkehrsbehörde informieren
  4. An stark befahrenen Straßen in Absprache mit der Behörde auf Geschwindigkeitsbeschränkungen hinwirken

Eine feste Distanz zur nächsten Straße, ab der Verkehrssicherungspflichten gelten, gibt es nicht. Die gelegentlich genannten 500 Meter sind lediglich eine grobe Richtlinie, in der offenen Feldflur können auch größere Distanzen relevant werden.

Was deine Jagdhaftpflicht abdeckt

Die gute Nachricht: Die Jagdhaftpflichtversicherung versichert die gesetzliche Haftpflicht aus der Durchführung von Gesellschaftsjagden, einschließlich der Verkehrssicherungspflicht und der dazu eingesetzten Personen wie Treiber. Sie steht in drei Tarifen mit 10, 15 oder 30 Mio. € Deckung bereit, damit ein schwerer Schaden dich nicht persönlich ruiniert.

Eine Grenze solltest du trotzdem kennen: Nimmst du einen Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht billigend in Kauf, kommt auch die Jagdhaftpflichtversicherung für den Schaden nicht immer auf. Und bei Unfällen mit mehreren Schwerstverletzten oder hohen Sachschäden kann die Deckungssumme überstiegen werden, dann musst du als Veranstalter für die nicht gedeckten Schäden selbst einstehen. Saubere Organisation ist also kein bürokratischer Overkill, sondern dein bester Schutz.

Wie sichert der Veranstalter die Hunde ab?

Auf vielen Gesellschaftsjagden laufen Hunde, die keinen eigenen Jahresvertrag haben: der Junghund des Nachbarn, der Teckel eines Gastes, der Stöberhund, der nur an diesem einen Tag mitkommt. Wird einer von ihnen geschlagen, zählt jede Minute, denn eine vollständige Diagnostik und Versorgung ist nur beim Tierarzt möglich, und eine Operation nach einem Saukontakt kostet schnell mehrere Tausend Euro. Als Veranstalter kannst du diese Lücke schließen, indem du alle jagenden Hunde gezielt für den Jagdtag absicherst. Genau dafür ist die Cleos Jagdwelt Bewegungsjagdversicherung für Jagdhunde gemacht.

So funktioniert der Tagesschutz

  • Einmalbeitrag von 18 € je Hund und Jagdtag, Mindestprämie 80 €
  • Der Vertrag endet automatisch, Hunde können bis unmittelbar vor Jagdbeginn gemeldet werden
  • Versichert sind der Jagdtag und der Folgetag, die Nachsuche bis 48 Stunden sowie die direkte An- und Abreise
  • Nach einem Unfall zahlt die Versicherung Tierarztkosten oder eine Todesfallleistung bis 2.000 € je Hund, auch bei Nottötung und Abhandenkommens
  • Aujeszkysche Krankheit, Babesiose sowie Verletzungen durch Wolf oder Luchs sind mitversichert, dazu kommt die Notfallgebühr, und die Nachbehandlung nach der Operation ist je nach Tarif 15, 30 oder 45 Tage abgedeckt, ohne Wartezeit

Auch die Grenzen stehen klar im Vertrag: Der Geltungsbereich ist Deutschland, Gatterjagden sind ausgeschlossen. Und die Bewegungsjagdversicherung leistet nachrangig: Besteht für den Hund bereits eine andere Versicherung, etwa die des Jagdveranstalters oder des Forstamts, zahlt diese zuerst. Risikoträger ist die Uelzener Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft a. G. Wichtig zur Einordnung: Der Tagesschutz ist eine Unfallversicherung, er zahlt bei unfallbedingten Operationen und im Todesfall, nicht bei Krankheiten ohne Unfallursache. Welchen Schutz dein Jagdbegleiter über den einzelnen Jagdtag hinaus braucht, klärt der Versicherungscheck für Jagdhunde.

Checkliste vor dem Anblasen: deine Gesellschaftsjagd komplett organisiert

Sieben Punkte entscheiden darüber, ob deine Gesellschaftsjagd vorbereitet ist oder ob du bei einem Vorfall Erklärungsbedarf hast. Geh die Liste am Abend vor der Jagd durch, dann steht dem Anblasen nichts im Weg:

  1. Jagdleiter bestimmt: Du leitest selbst oder hast einen Jagdleiter benannt, dessen Anordnungen alle befolgen
  2. Sicherheitsbelehrung vorbereitet: Signale, Signalfarbe, Stände und Schussbereiche stehen fest
  3. Nachweise geprüft: Jagdscheine kontrolliert, den Schießleistungsnachweis dort geprüft, wo das Landesrecht ihn verlangt
  4. Geprüfte Hunde eingeplant: Für jedes Treiben sind brauchbare Hunde eingeteilt, eine Nachsuche ist abgesichert
  5. Notfallkette geklärt: Jagdleiter erreichbar, Ärzte und Veterinäre im Trieb benannt, nächster Tierarzt mit Notdienst festgelegt
  6. Verkehrssicherung geregelt: Kein Treiben läuft auf Straßen zu, Warnposten und Warnschilder stehen, wo nötig
  7. Hundeschutz gemeldet: Alle jagenden Hunde sind für den Jagdtag versichert

Den letzten Punkt machst du am einfachsten digital: Auf der Produktseite der Cleos Jagdwelt Bewegungsjagdversicherung für Jagdhunde berechnest und meldest du alle Hunde deines Jagdtags, für 18 € je Hund und Jagdtag mit einer Mindestprämie von 80 €. Hunde lassen sich bis unmittelbar vor Jagdbeginn melden, der Vertrag endet automatisch, und die Leistungen greifen genau dort, wo eine Drückjagd ihre Risiken hat: beim Treiben, bei der Nachsuche bis 48 Stunden und auf dem direkten Weg nach Hause. So ist deine Gesellschaftsjagd nicht nur jagdlich, sondern auch versicherungstechnisch komplett. Waidmannsheil!

Häufige Fragen zur Gesellschaftsjagd

Ab wie vielen Personen gilt eine Jagd als Gesellschaftsjagd?

Das ist Landesrecht und fällt je nach Bundesland unterschiedlich aus. In Bayern gilt eine Jagd ab mehr als 4 Personen als Gesellschaftsjagd, eine Treibjagd ab mehr als 4 Treibern. In Schleswig-Holstein zählen mehr als 3 zusammenwirkende Schützen, in Hessen mindestens 4 Jagdscheininhaber. Prüfe für dein Revier das jeweilige Landesjagdgesetz.

Muss bei jeder Gesellschaftsjagd ein Jagdleiter bestimmt werden?

Ja, nach der Unfallverhütungsvorschrift Jagd (VSG 4.4) der SVLFG muss der Unternehmer bei Gesellschaftsjagden einen Jagdleiter bestimmen, wenn er die Aufgabe nicht selbst übernimmt. Die Anordnungen des Jagdleiters sind für Schützen und Treiber bindend. Zu seinen Aufgaben gehören Jagdscheinkontrolle, Zuweisung der Stände und die Sicherheitsbelehrung.

Was gehört in die Sicherheitsbelehrung vor einer Drückjagd?

Kernpunkte der UVV Jagd: Bekanntgabe der Signale, Zuweisung der Stände und Schussbereiche, auffällige Signalfarbe für Treiber, Laden der Waffe erst am Stand, Entladen vor Hindernissen und beim Abblasen sowie Abbruch des Treibens bei schlechter Sicht. In Bundesländern mit Schießübungsnachweis prüft der Jagdleiter vor Beginn auch die Nachweise der Schützen.

Brauche ich einen Schießleistungsnachweis für die Gesellschaftsjagd?

Das hängt vom Bundesland ab. In Schleswig-Holstein ist der Nachweis für Gesellschaftsjagden auf Schalenwild Pflicht: fünf Schüsse auf den laufenden Keiler oder im Schießkino, zum Zeitpunkt der Jagd nicht älter als ein Jahr. Der Bayerische Jagdverband bezeichnet den Nachweis auf Gesellschaftsjagden inzwischen als üblich. Kläre die Regelung rechtzeitig vor der Jagd.

Muss auf der Drückjagd ein geprüfter Jagdhund mitgeführt werden?

In Niedersachsen ja: § 4 NJagdG verlangt bei jeder Such-, Drück- oder Treibjagd einen geprüften, brauchbaren Jagdhund, ein Verstoß ist ordnungswidrig. In Bayern müssen bei Gesellschaftsjagden genügend brauchbare Jagdhunde eingesetzt werden. Brauchbar bedeutet: Der Hund hat eine Brauchbarkeitsprüfung oder eine gleichgestellte Prüfung bestanden.

Wer haftet, wenn bei einer Gesellschaftsjagd Wild auf die Straße läuft?

Grundsätzlich trifft die Verkehrssicherungspflicht den Veranstalter, also den Jagdausübungsberechtigten. Er muss das Treiben so planen, dass Wild nicht Richtung Straße getrieben wird, und nötigenfalls Warnposten oder Warnschilder einsetzen; rund 500 Meter zur nächsten Straße gelten nur als grober Richtwert. Übergibt er die Leitung an einen Jagdleiter, haftet er für deren Auswahl und Überwachung, im Schadensfall beide gesamtschuldnerisch.

Wie kann der Veranstalter die Hunde auf der Bewegungsjagd versichern?

Mit der Cleos Jagdwelt Bewegungsjagdversicherung für Jagdhunde sichert der Veranstalter alle jagenden Hunde für einen bestimmten Jagdtag ab: Einmalbeitrag 18 € je Hund, Mindestprämie 80 €, der Vertrag endet automatisch. Hunde sind bis unmittelbar vor Jagdbeginn meldbar. Versichert sind Jagdtag und Folgetag, Nachsuche bis 48 Stunden sowie die direkte An- und Abreise; bei einem Unfall gibt es Tierarztkosten oder eine Todesfallleistung bis 2.000 €.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Zuletzt geändert: 05. November 2026

Wir empfehlen

Bewegungsjagd­­versicherung für Jagdhunde

Bewegungsjagden sind Ausnahmesituationen – ein Schlag vom Schwarzwild kann schnell passieren. Mit unserer Bewegungsjagdversicherung sicherst du deine Hunde gezielt für diesen Jagdtag ab.
  • Schutz für den Jagdtag und zwei weitere Tage bei notwendigen Nachsuchen
  • Übernahme Unfallkosten oder Todesfallleistung
  • Aujeszkysche Krankheit und Babesiose sind mitversichert
  • Unfälle durch Wolf und Luchs mitversichert
  • Meldung der jagenden Hunde bis zum unmittelbaren Jagdbeginn
  • Zahlung Todesfallleistung auch bei Abhandenkommen

ab 18 €

pro Hund

Die Jagdhaftpflicht-versicherung

Dein zuverlässiger Schutz für ein sicheres und verantwortungsvolles Jagderlebnis. Bei uns bekommst du weit mehr als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestschutz:
  • Bonussystem bei Schadenfreiheit – Bei uns lohnt sich ein verantwortungsvolles Jagen doppelt!
  • Online abschließbar – Schließe deine Versicherung unkompliziert online ab und erhalte sofort eine Bestätigung.
  • Deine Familie begleitet dich in die Welt der Jagd? Familienangehörige sind während der Ausbildung bei dir mitversichert.

ab 43,99 €

jährlich

Qualitätsprüfung

Image von Christoph Ritter von Weber
Christoph Ritter von Weber
Jagd-Experte
 
Christoph ist seit 30 Jahren passionierter Jäger, Revierinhaber und Hundeführer - derzeit mit einer Tiroler Bracke. Als geprüfter Versicherungsfachwirt, Fachreferent für Jagdversicherungen und langjähriger Leiter der Produktentwicklung von Jagdversicherungen bei verschiedenen Versicherern verbindet er jagdliche Praxis mit fundierter Versicherungsexpertise.

Empfohlene Artikel

Jagen & Schießen im Winter – Deine Sicherheit bei Schnee, Eis und Kälte

Der Winter ist für viele Jäger eine besondere Zeit: Die Natur verwandelt sich, das Wild verändert sein Verhalten und die Bedingungen im Revier stellen dich vor neue Herausforderungen. Doch gerade in der kalten Jahreszeit ist es besonders wichtig, auf Sicherheit, Vorbereitung und Verantwortungsbewusstsein zu achten, beim Schießen, Pirschen und Bewegen im winterlichen Revier. Warum Winterjagd anders ist – Chancen und Risiken

Waidgerechtigkeit – Bedeutung, Regeln und gelebtes Brauchtum in der modernen Jagd

Waidgerechtigkeit ist das Fundament jeder verantwortungsvollen Jagdausübung. Wenn du jagst, übernimmst du Verantwortung für das Wild, für dein Revier, für deinen Jagdhund und für das Bild der Jagd in der Öffentlichkeit. Doch was bedeutet Waidgerechtigkeit konkret? Welche Regeln gelten? Und warum ist jagdliches Brauchtum bis heute mehr als reine Tradition?

Jagdhundversicherung für Welpen abschließen – Warum Vorsorge ab dem ersten Tag zählt

Ein Jagdhundewelpe zieht ein und mit ihm Verantwortung, Leidenschaft und eine große Aufgabe. Du legst den Grundstein für einen gesunden, leistungsstarken und verlässlichen Jagdbegleiter, doch gerade in der sensiblen Welpenzeit lauern viele unterschätzte Risiken. Warum es sinnvoll ist, eine Jagdhundversicherung für Welpen frühzeitig abzuschließen und welche Gefahren deinem jungen Jagdhund in den ersten Monaten begegnen können, erfährst du hier.

Parasiten & Schutz beim Jagdhund – Risiken erkennen und richtig vorbeugen

Dein Jagdhund ist draußen zu Hause. Er arbeitet im dichten Bewuchs, stöbert durch hohes Gras, apportiert aus dem Wasser und folgt konzentriert jeder Fährte. Genau diese Einsatzfreude macht ihn unverzichtbar im Revier, aber sie erhöht auch sein Risiko für Parasitenbefall. Parasiten beim Jagdhund sind kein Randthema. Sie betreffen Gesundheit, Leistungsfähigkeit und im schlimmsten Fall auch dich als Hundeführer. Warum Vorsorge entscheidend ist, welche Parasiten besonders relevant sind und wie du deinen Hund wirksam schützt, erfährst du hier.

Jagdhunde – Wofür brauchen wir sie und welche Jagdhunderassen gibt es?

In diesem Beitrag erfährst Du, wofür Jagdhunde gebraucht werden, welche Arten von Jagdhunden es gibt und welche Jagdhunderassen besonders beliebt sind.

Versicherungscheck für Jagdhunde: Welchen Schutz braucht dein Jagdbegleiter wirklich?

Dein Hund ist im Wald dein wichtigster Partner, deine Lebensversicherung am Stück und ein festes Familienmitglied. Doch die Jagd ist kein Spaziergang im Park. Wo Dornen, wehrhaftes Schwarzwild und unwegsames Gelände zum Alltag gehören, ist das Risiko für Verletzungen allgegenwärtig. Ein Standard-Schutz für Stadthunde reicht hier oft nicht aus. In diesem Artikel machen wir den großen Versicherungscheck für Jagdhunde, damit du genau weißt, wie du deinen vierbeinigen Helfer optimal absicherst.

Der jagdliche Schießnachweis – was Du wissen musst

Wenn Du an Gemeinschaftsjagden wie Drück- oder Treibjagden teilnimmst, brauchst du in vielen Bundesländern einen jagdlichen Schießnachweis. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Schützen regelmäßig üben und ihre Waffe sicher beherrschen, aus Gründen der Sicherheit, Waidgerechtigkeit und des Tierschutzes.

Die Brunft des Damwilds – Ein Naturschauspiel im Herbst

Jedes Jahr im Herbst ereignet sich im Revier ein ganz besonderes Schauspiel: die Brunft des Damwilds. Für Jäger, Naturbeobachter und Liebhaber der Wildtierwelt ist diese Zeit eine der spannendsten des Jahres. Im folgenden Beitrag erfährst du alles über den Zeitraum, die Besonderheiten, das Brunftverhalten und die jagdlichen Fachbegriffe rund um die Damwildbrunft.

Rotwild im August beobachten: Verhalten vor der Brunft richtig deuten

Im August beginnt im Revier eine stille, aber ungemein spannende Phase. Die große Hitze des Sommers hält zwar noch an, doch das Verhalten des Rotwilds verändert sich merklich. Hirsche und Kahlwildrudel bereiten sich jetzt unauffällig, aber zielgerichtet auf die kommende Brunftzeit vor. Wenn du in dieser Zeit mit wachem Blick durch das Revier gehst, kannst du wertvolle Beobachtungen machen – sei es für deine spätere Jagdstrategie, für beeindruckende Naturaufnahmen oder einfach für das eigene Verständnis dieses faszinierenden Wildes.

Blattzeit – Die Hochphase der Jagd auf Rehböcke

Die Blattzeit ist für viele Jägerinnen und Jäger eine der spannendsten Zeiten des Jagdjahres. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Blattzeit“? Woher stammt der Name, wann ist der richtige Zeitpunkt und was gilt es dabei zu beachten?

Werde Teil unserer Jagdwelt Community!

Möchtest du zu den Ersten gehören, die unsere brandneuen Produkte kennenlernen? Verpasse keine Neuigkeiten und werde Teil unserer exklusiven Newsletter-Community! Melde dich jetzt an.

Video Park
Google Bewertungen
4,5
★★★★★
★★★★★